Ein alter Glaubenssatz
und eine Quelle für Resilienz?
In meinem Wohnzimmer hängen zwei eingerahmte 10-D-Mark-Scheine. Nicht aus Nostalgie – sondern wegen des Mannes, der darauf abgebildet ist: Carl Friedrich Gauss. Seine Erkenntnisse prägen bis heute Mathematik, Naturwissenschaften und sogar unsere modernen Technologien.
Früher dachte ich: Um mich sicher zu fühlen, muss ich möglichst viel wissen. Wissen bedeutete für mich Kontrolle, Souveränität – vielleicht sogar Erfolg. Doch mit der Zeit habe ich erkannt: Nicht das Wissen selbst, sondern die Fähigkeit zu lernen, macht uns wirklich stark – und glücklich.
Gauss brachte es treffend auf den Punkt:
„Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den größten Genuss gewährt.“
Dieser Satz hat meine Perspektive verändert. Mein alter Glaubenssatz – „Je mehr ich weiß, desto sicherer bin ich“ – wich einer neuen Überzeugung: „Je offener ich für Neues bin, desto resilienter werde ich.“
Lernen macht uns nicht nur klüger, sondern auch widerstandsfähiger: Es gibt uns Selbstvertrauen, trainiert unsere Geduld und zeigt uns, dass wir Herausforderungen meistern können. Und vor allem: Es macht Freude! Der Moment, in dem sich etwas Neues erschließt, dieses gute Gefühl, über sich hinauszuwachsen – das ist pure Energie.
Im Coaching geht es oft darum, seine Glaubenssätze zu entdecken und ihnen – und damit dir selbst – eine neue Perspektive zu geben. So geht es zum Beispiel nicht darum, alles zu wissen, sondern die Lust am Lernen zu bewahren.